Flöhe – nicht nur für Hunde und Katzen ein Problem

Flöhe sind leider alles andere als wirtstreu und so finden sich Flöhe nicht nur auf Hund, Katze oder Igel, manchmal beißen Flöhe auch Menschen. Hat man das Problem erkannt, dann kann man Flöhe relativ leicht wieder loswerden, wobei manchmal in der Wohnung auch ganz schweres Geschütz aufgefahren werden muss und mit Verneblern gearbeitet wird. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man Vorsorge treffen und verhindern, dass das eigene Haustier einen Hundefloh mit ins Haus bringt. Flöhe kann sich der Hund ohne Schutz jederzeit einfangen, praktisch im Vorübergehen einen solchen mit ins Fell setzen und mitbringen. Da Flöhe wie schon erwähnt nicht wirklich wirtstreu sind, passiert es dann eben im Haus, dass der Parasit und Blutsauger auch auf den Halter überspringt.

Hat man den Verdacht, dass der eigene Hund vom Hundefloh geplagt wird, sollte man sich schnell Klarheit verschaffen. Denn Flöhe vermehren sich rasend schnell und die Floheier werden dabei nicht nur besonders gerne im Hundefell gelegt, sondern eben auch im Teppich, an Vorhängen, in Textilien jeder Art.

Ob ein Hund Flöhe hat, merkt man in der Anfangszeit des Befalls nicht immer am Kratzen. Wobei es durchaus auch Hunde gibt, die allergisch auf Flohbisse reagieren und sich an der Bissstelle dann selber wundbeißen. In diesem Fall reicht es nicht, den Hund nur gegen den Befall mit dem Hundefloh zu behandeln, oftmals muss er eben auch noch ein Mittel wegen der Allergie bzw. gegen den starken Juckreiz bekommen.

Wie erkennt man, ob ein Hund Flöhe hat?

Ob ein Hund Flöhe hat, erkennt man am ehesten mit einem genauen Blick ins Fell. Ist der Befall schon sehr stark, dann braucht man dafür meist noch nicht mal einen Flohkamm, es reicht das Fell einfach mit den Fingern zur Seite zu schieben, so dass man die Hundehaut sehen kann. Hat der Hund noch nicht allzu viele Flöhe, wäre dieses Vorgehen aber vom Zufall abhängig, daher empfiehlt es sich, einen Flohkamm zu nutzen. Ein Flohkamm hat sehr eng zusammenstehende Zinken an denen einiges mehr hängen bleibt, als man von einem normalen Kamm gewohnt ist (ein Nissenkamm und ein Staubkamm gehen auch). Und so bleiben an den Zinken des Flohkamms auch der Flohkot, kleine schwarze Pünktchen, die auch gut mit dem Auge zu erkennen sind, hängen. Diese würde man auch sehen, wenn man bei starkem Befall einfach das Fell zur Seite nimmt. Hat der Hund Flöhe (oder haben wir den Verdacht), dann nehmen wir den Flohkamm und kämmen in mehrfach durch. Dann wird die Ausbeute auf ein helles Tuch (am besten Küchenrolle) abgestreift und wenn sich schwarze Punkte darauf befinden, leicht feucht gemacht. Ist es Flohkot, dann löst das Wasser diesen an bzw. auf und es gibt entsprechende rötliche Verfärbungen auf dem Tuch. In diesem Fall sollte man schnell handeln und den Hund gegen Flöhe behandeln. Zu der Verfärbung kommt es, da der Kot des Hundeflohs eben aus dem verdauten Blut des Hundes besteht.

Symptome Hund Flöhe

Symptome für den Befall mit Flöhen können außerdem sein:

  • Hund versucht sich an allen möglichen Stellen zu kratzen.
  • Rote Flecken auf der Innenseite seiner Oberschenkel.
  • Er beißt sich selbst, bzw. knabbert an sich, um den Juckreiz zu stillen.
  • Sogar stellenweise Haarausfall kann auftreten.

Darum ist es wichtig, bei Flohbefall schnell zu handeln

Flöh vermehren sich sehr schnell. Diese schnelle Vermehrung sichert ihren Fortbestand und wenn man nicht handelt, muss man, statt eine kleine Kolonie Flöhe zu bekämpfen, es mit einer Invasion aufnehmen. Denn beim Hundefloh braucht das Floh-Weibchen nur zwei Tage, um nach ihrer ersten Blutmahlzeit mit dem Legen der Eier zu beginnen. Das können dann bis zu 50 Eier sein. Jedes Ei ist knapp 0,6 Millimeter lang. Und die Brutbedingungen im Hundefell sind ziemlich gut, 25 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit gelten als ideal, um Floheier auszubrüten. Das ist leider Raumtemperatur und auch die Luftfeuchtigkeit, die meist bei uns herrscht. Es dauert nicht lange und aus den Eiern schlüpfen Junglarven. Diese verpuppen sich dann zu einem Kokon und dann dauert es nur zehn Tage, bis wieder ein fertiger Floh herumspringt und sich dann, nach seiner ersten Blutmahlzeit, weiter fortpflanzen kann. Aus einem Floh können damit ziemlich schnell Tausende werden. In nahezu optimalen Fällen beträgt die Entwicklungszeit durchschnittlich drei bis fünf Wochen, die maximale Zeitspanne beträgt etwa 30 Wochen. Es gibt allerdings höchst unterschiedliche Arten von Flöhen, einige brauchen länger bis aus dem Ei und über das Stadium der Verpuppung irgendwann ein Floh wird, manche Flohweibchen legen mehr oder weniger Eier.

Der Hundefloh

Den Hundefloh kann man sogar mit bloßem Auge sehen. Wobei man dafür wirklich gute Augen braucht. Denn ein weiblicher ausgewachsener Hundefloh wird zwei bis vier Millimeter lang. Der männliche Hundefloh bringt es auf bis zu drei Millimeter. Der Körper des Hundeflohs ist bräunlich und zeigt dabei drei Beinpaare. Flöhe haben keine Flügel. Es gibt neben dem Hundefloh auch noch andere Floharten, auch diese können sowohl Mensch als auch Hund befallen. So gibt es auch den Katzenfloh und neben Hund und Katze ist auch der Igel ein bekannter Überträger von Flöhen.

Der sportliche Hundefloh

Hundeflöhe sind in der Lage bis zu 50 cm weit (Durchschnitt 30,4 cm) und 25 cm hoch zu springen (Durchschnitt: 15,5 cm).

Katzenfloh plagt auch Hunde

Und jetzt zur absolut guten Nachricht: Der Hundefloh ist bei Haushunden höchstens noch bei ländlich lebenden Hunden anzutreffen. Und damit wären wir bei der wirklich schlechten Nachricht: Der Stadthund wird eben nicht vom Hundefloh geplagt, sondern vom Katzenfloh.

Weitere Floharten, die nicht nur den Hund plagen, sind:

  • Menschenfloh
  • Fuchsfloh
  • Hühnerfloch
  • Kaninchenfloh
  • Rattenfloh
  • Sandfloh

Das es eher der Katzenfloh ist als der Hundefloh, der unseren Fellnasen zu schaffen macht, ist vor allem für uns Menschen ärgerlich. Während der Hundefloh wohl nur in Ausnahmefällen auch andere Wirte (zum Beispiel den Menschen) befällt, ist der Katzentfloh überhaupt nicht wählerisch und befällt Menschen wie auch Hunde, Katzen und andere Tiere. Der Katzenfloh hat ein weites Wirtsspektrum, er zählt daher wohl auch zu den häufigeren Floharten.

Umgebung muss bei Flohbefall immer mitbehandelt werden

Haben Haushalte mit Haustieren Flöhe, sollten gleichzeitig die Umgebung und die Tiere selbst behandelt werden. Zur Behandlung von Katzen gibt es Spot-ons und andere Medikamente gegen Flöhe, zur Vorbeugung von Befall/Neubefall eignen sich Halsbänder. Pulver oder Sprays werden dagegen eingesetzt, um die Umgebung – insbesondere den Schlafplatz – schädlingsfrei zu bekommen.